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Verbände Aktuell | 08.03.2022

Umsatzverluste und geringe Vorbuchungen

„Viele Unternehmer haben aufgrund der Corona-Krise ihre privaten finanziellen Reserven aufgebraucht, da die Überbrückungshilfen längst nicht alle Kosten gedeckt haben. Unsere Betriebe müssen endlich wieder Umsatz machen“, sagt Mark A. Kühnelt, Präsident des DEHOGA Thüringen „Viele Unternehmer haben aufgrund der Corona-Krise ihre privaten finanziellen Reserven aufgebraucht, da die Überbrückungshilfen längst nicht alle Kosten gedeckt haben. Unsere Betriebe müssen endlich wieder Umsatz machen“, sagt Mark A. Kühnelt, Präsident des DEHOGA Thüringen / Foto: DEHOGA Thüringen

Die Stimmung im Thüringer Gastgewerbe hellt sich zwar, mit der neuen Thüringer Corona-Verordnung ein wenig auf, dennoch ist sie weiterhin als angespannt zu bezeichnen, besonders deshalb, weil es noch immer keine klare Perspektive gibt, die der DEHOGA Thüringen seit Monaten anmahnt.

„Wir sind sehr dankbar für die gewährten Hilfen und vor allem in Thüringen auch die zeitnahe Umsetzung und Auszahlung. Dafür an dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an die Thüringer Aufbaubank und ihre Mitarbeiter. Es darf aber auch nicht verkannt werden, dass nicht 100 Prozent der entstandenen Kosten ersetzt worden sind und teilweise kein oder nur ein geringer Unternehmerlohn, welcher gerade nicht für die Belange des Unternehmers, wie Versorgung, Krankenversicherung und Altersvorsorge und aber auch die Tilgung der Verbindlichkeit bei der Bank ausgereicht hat. Ebenso sind unsere Mitarbeiter in Zeiten der Kurzarbeit leider weit weg von ihren normalen Einkünften gewesen. Gerade deshalb muss es jetzt endlich wieder zur Normalität in unseren Betrieben kommen und die Einschränkungen, welche aus unserer Sicht kaum noch gerechtfertigt werden können müssen fallen“, sagt Mark A. Kühnelt, Präsident des DEHOGA Thüringen.

Nach der aktuellen Umfrage des DEHOGA Thüringen lag der Durchschnittsumsatz der geöffneten Betriebe im Thüringer Gastgewerbe im Februar 2022 bei knapp 60 Prozent gegenüber Februar 2019, also vor der Corona-Krise.

„Viele Unternehmer haben aufgrund der Corona-Krise ihre privaten finanziellen Reserven aufgebraucht, da die Überbrückungshilfen längst nicht alle Kosten gedeckt haben. Seit Januar dieses Jahres müssen die Unternehmer nun für ihre in Kurzarbeit befindlichen Mitarbeiter die Arbeitgeberanteile der Sozialversicherung zahlen und ab April dann die vollständigen Sozialversicherungsbeiträge. Damit rennt uns die Zeit davon und die Belastungen steigen – unsere Betriebe müssen endlich wieder Umsatz machen“, so der eindringliche Appell von Ellinger.

Existenzen laut Umfrage weiter gefährdet

Immer noch sehen fast 49 Prozent und somit jeder zweite Unternehmer im Thüringer Gastgewerbe die Existenz des Unternehmens gefährdet und 17 Prozent ziehen eine Betriebsaufgabe in Erwägung.

Die Buchungs- beziehungsweise Reservierungsvorausschau ist aufgrund der weiter bestehenden Unsicherheiten, was ab dem 20. März gilt, immer noch weit vom Optimismus entfernt. So geben für März 47 Prozent eine schlechte und 25 Prozent eine sehr schlechte Vorausschau an.

Die aktuelle Buchungs- und Reservierungsquote liegt im Durchschnitt bei 22 Prozent für März und 24 Prozent für April. Für April sieht insgesamt das Bild der Vorbuchungen nur wenig besser aus, haben doch 47 Prozent schlechte und 16 Prozent sehr schlechte Vorbuchungen.

„Im April ist Ostern. Seit Wochen fordern wir von der thüringerischen Gesundheitsministerin eine klare Aussage das wir das Ostergeschäft, was nach Weihnachten für viele Unternehmen eine sehr große Rolle spielt, endlich planen können. Hotels und Gastronomiebetrieb brauchen entsprechenden Vorlauf für Planung und Verkauf, denn Gäste müssen buchen und dazu wollen sie wissen was gilt und was angeboten werden kann. Nach 24 Monaten der Pandemie vermissen wir immer noch ein Konzept wie damit umzugehen ist, da werden weiter zu Lasten unserer Betriebe Maßnahmen normiert, die unverständlich und widersprüchlicher nicht sein können und damit auf immer weniger Akzeptanz stoßen“, sagt Ellinger dazu.

„Auf die Frage, was für die Unternehmer aktuell besonders relevant für die Zukunftssicherung ist, steht die Entfristung der Mehrwertsteuersenkung auf Speisen weiterhin an erster Stelle (75,7 Prozent). Da ist jetzt die Politik gefordert, diese zur Ankurbelung der Konjunktur gedachte befristete Maßnahme aufgrund der eben nicht gegebenen Möglichkeiten Umsätze in relevanter Höhe während der Pandemie zu erzielen, endlich die sieben Prozent für das Gastgewerbe dauerhaft zu regeln“, so Kühnelt abschließend.

www.dehoga-thueringen.de


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Verbände Aktuell Umsatzverluste und geringe Vorbuchungen Die Stimmung im Thüringer Gastgewerbe hellt sich zwar, mit der neuen Thüringer Corona-Verordnung ein wenig auf, dennoch ist sie weiterhin als angespannt zu bezeichnen, besonders deshalb, weil es noch immer keine klare Perspektive gibt, die der DEHOGA Thüringen seit Monaten anmahnt.„Wir sind sehr dankbar für die gewährten Hilfen und vor allem in Thüringen auch die zeitnahe Umsetzung und Auszahlung. Dafür an dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an die Thüringer Aufbaubank und ihre Mitarbeiter. Es darf aber auch nicht verkannt werden, dass nicht 100 Prozent der entstandenen Kosten ersetzt worden sind und teilweise kein oder nur ein geringer Unternehmerlohn, welcher gerade nicht für die Belange des Unternehmers, wie Versorgung, Krankenversicherung und Altersvorsorge und aber auch die Tilgung der Verbindlichkeit bei der Bank ausgereicht hat. Ebenso sind unsere Mitarbeiter in Zeiten der Kurzarbeit leider weit weg von ihren normalen Einkünften gewesen. Gerade deshalb muss es jetzt endlich wieder zur Normalität in unseren Betrieben kommen und die Einschränkungen, welche aus unserer Sicht kaum noch gerechtfertigt werden können müssen fallen“, sagt Mark A. Kühnelt, Präsident des DEHOGA Thüringen.Nach der aktuellen Umfrage des DEHOGA Thüringen lag der Durchschnittsumsatz der geöffneten Betriebe im Thüringer Gastgewerbe im Februar 2022 bei knapp 60 Prozent gegenüber Februar 2019, also vor der Corona-Krise.„Viele Unternehmer haben aufgrund der Corona-Krise ihre privaten finanziellen Reserven aufgebraucht, da die Überbrückungshilfen längst nicht alle Kosten gedeckt haben. Seit Januar dieses Jahres müssen die Unternehmer nun für ihre in Kurzarbeit befindlichen Mitarbeiter die Arbeitgeberanteile der Sozialversicherung zahlen und ab April dann die vollständigen Sozialversicherungsbeiträge. Damit rennt uns die Zeit davon und die Belastungen steigen – unsere Betriebe müssen endlich wieder Umsatz machen“, so der eindringliche Appell von Ellinger.Existenzen laut Umfrage weiter gefährdetImmer noch sehen fast 49 Prozent und somit jeder zweite Unternehmer im Thüringer Gastgewerbe die Existenz des Unternehmens gefährdet und 17 Prozent ziehen eine Betriebsaufgabe in Erwägung.Die Buchungs- beziehungsweise Reservierungsvorausschau ist aufgrund der weiter bestehenden Unsicherheiten, was ab dem 20. März gilt, immer noch weit vom Optimismus entfernt. So geben für März 47 Prozent eine schlechte und 25 Prozent eine sehr schlechte Vorausschau an.Die aktuelle Buchungs- und Reservierungsquote liegt im Durchschnitt bei 22 Prozent für März und 24 Prozent für April. Für April sieht insgesamt das Bild der Vorbuchungen nur wenig besser aus, haben doch 47 Prozent schlechte und 16 Prozent sehr schlechte Vorbuchungen.„Im April ist Ostern. Seit Wochen fordern wir von der thüringerischen Gesundheitsministerin eine klare Aussage das wir das Ostergeschäft, was nach Weihnachten für viele Unternehmen eine sehr große Rolle spielt, endlich planen können. Hotels und Gastronomiebetrieb brauchen entsprechenden Vorlauf für Planung und Verkauf, denn Gäste müssen buchen und dazu wollen sie wissen was gilt und was angeboten werden kann. Nach 24 Monaten der Pandemie vermissen wir immer noch ein Konzept wie damit umzugehen ist, da werden weiter zu Lasten unserer Betriebe Maßnahmen normiert, die unverständlich und widersprüchlicher nicht sein können und damit auf immer weniger Akzeptanz stoßen“, sagt Ellinger dazu.„Auf die Frage, was für die Unternehmer aktuell besonders relevant für die Zukunftssicherung ist, steht die Entfristung der Mehrwertsteuersenkung auf Speisen weiterhin an erster Stelle (75,7 Prozent). Da ist jetzt die Politik gefordert, diese zur Ankurbelung der Konjunktur gedachte befristete Maßnahme aufgrund der eben nicht gegebenen Möglichkeiten Umsätze in relevanter Höhe während der Pandemie zu erzielen, endlich die sieben Prozent für das Gastgewerbe dauerhaft zu regeln“, so Kühnelt abschließend.www.dehoga-thueringen.de

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