Anzeige
Messen & Events | 11.07.2018

Zwischen Genuss und Mangelernährung

Fotostrecke Im Rahmen der Expertenrunde trafen sich Führungskräfte und Mitarbeiter von Senioreneinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen / Foto: frischli

Bei einer von der frischli Milchwerke veranstalteten Expertenrunde in Dorsten diskutierten Führungskräfte und Mitarbeiter von Senioreneinrichtungen in NRW kürzlich, wie Bedürfnisse und Anforderungen älterer Menschen besser bedient werden können.

„Protein ist das Koffein des Alters.“ Mit diesem Satz machte Moderator Herbert Thill deutlich, worauf es bei einer modernen Seniorenverpflegung ankommt. Die Expertenrunde drehte sich rund um die Frage, wie eine mögliche Mangelernährung mit einer genussreichen, seniorengerechten Mahlzeit in Einklang gebracht werden kann. „Die Mangelernährung per se können wir natürlich nicht beheben“, erklärt Volker Kohrs, der bei den frischli Milchwerken das Team der Gebietsverkaufsleiter Verwender leitet. „Aber als verantwortungsbewusster Anbieter von hochwertigen Molkereiprodukten möchten wir unser Quäntchen dazu beitragen, um die Situation zu verbessern – nicht nur in Form von Produktlösungen, sondern auch mit konkreten Hilfestellungen für die Praxis.“ Ralf Böttcher, frischli-Gebietsverkaufsleiter Verwender NRW, ergänzt: „Je besser wir wissen, was Senioren brauchen und was sie sich wünschen, desto besser können wir unsere Partner in der Gemeinschaftsverpflegung unterstützen.“

Die Veranstaltung fand im Alten- und Pflegeheim St. Anna statt, mit 150 Plätzen größtes Altenheim in Dorsten. Küchenleiter Andreas Nagel stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung und lud die Teilnehmer im Anschluss an den Workshop ein, seine moderne Küche zu besichtigen. Von hier werden zwei Altenheime, zwei Cafés sowie 45 Schulen und Kindergärten mit insgesamt rund 2.000 Essen pro Tag versorgt.

Lösungen für moderne Seniorenverpflegung

Fachlichen Input in die Thematik und Praxistipps lieferte Herbert Thill, Mitbegründer von Smoothfood und Experte für Seniorengastronomie. Er machte deutlich, dass Einrichtungen passierte oder pürierte Speisen nur nach Bedarf mit den notwendigen Nährstoffen anreichern sollten, um einen möglicherweise vorliegenden Mangel gezielt zu behandeln. Präparate wie Molkenprotein sollten seiner Empfehlung nach nicht immer eingesetzt werden, da die Eiweißqualität der Mahlzeiten auch durch die geschickte Kombination natürlicher Lebensmittel verbessert werden kann. Als Zwischen- oder Nachtmahlzeit bieten sich beispielsweise Milchprodukte wie Joghurt an. Kombiniert mit Haferflocken, Haferkleie und Früchten werden Milchprodukte zu einem vollwertigen Trinkmüsli-Frühstück, das auch bei Kau- oder Schluckbeschwerden gereicht werden kann. Neben dem Trinkmüsli, das die Teilnehmer der Expertenrunde verkosten konnten, hatte Moderator Thill Hirsebällchen als Fingerfood-Snack vorbereitet. Damit zeigt er, dass mit wenig Aufwand eine kreative Seniorenverpflegung möglich ist, die nicht nur eine eventuell vorliegende Mangelernährung berücksichtigt, sondern bei der auch der Genuss eine wesentliche Bedeutung hat. Gemeinsam wurden weitere Tipps für die Praxis gesammelt.

„Ernährung 2018“ macht Brisanz deutlich

Dass aktuell viele stationäre Senioreneinrichtungen mit dem Thema Mangelernährung konfrontiert sind, zeigte auch der Kongress „Ernährung 2018“ in Kassel: Rund 25 Prozent der Patienten kommen mangelernährt ins Krankenhaus. Nicht zwangsläufig untergewichtig, sondern unzureichend mit Energie, Protein oder anderen Nährstoffen versorgt. Dieser Problematik muss sich der Care-Bereich insgesamt stellen, im Speziellen aber die Seniorenverpflegung. Aufgrund der geringeren Verzehrmenge bei gleichbleibendem Nährstoffbedarf sind ältere Menschen darauf angewiesen, Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte aufzunehmen, um eine mögliche Mangelernährung zu verhindern oder zu beheben. Hierfür bieten sich beispielsweise proteinreiche Speisen in Form hochwertiger Milchprodukte oder die Anreicherung mit Nährstoffkonzentraten an. Erschwert wird die ausreichende Nährstoffversorgung durch Kau- oder Schluckbeschwerden, die in dieser Personengruppe kein seltenes Phänomen sind – nicht immer aus organischen Gründen, sondern zum Teil aufgrund von schlecht sitzenden Zahnprothesen. Aber auch Demenz und Depressionen können Ursache für eine Mangelernährung sein.

Die frischli Milchwerke haben die Expertenrunde als Plattform ins Leben gerufen, um Praktiker und Führungskräfte an einen Tisch zu bringen. In verschiedenen Regionen Deutschlands finden mehrmals pro Jahr Treffen statt, bei denen jeweils ein aktuelles Thema diskutiert und im Anschluss ein offener Austausch mit Kollegen ermöglicht wird.

www.frischli.de


Beiträge, die Sie auch interessieren könnten

Anzeige
Messen & Events Zwischen Genuss und Mangelernährung Bei einer von der frischli Milchwerke veranstalteten Expertenrunde in Dorsten diskutierten Führungskräfte und Mitarbeiter von Senioreneinrichtungen in NRW kürzlich, wie Bedürfnisse und Anforderungen älterer Menschen besser bedient werden können.„Protein ist das Koffein des Alters.“ Mit diesem Satz machte Moderator Herbert Thill deutlich, worauf es bei einer modernen Seniorenverpflegung ankommt. Die Expertenrunde drehte sich rund um die Frage, wie eine mögliche Mangelernährung mit einer genussreichen, seniorengerechten Mahlzeit in Einklang gebracht werden kann. „Die Mangelernährung per se können wir natürlich nicht beheben“, erklärt Volker Kohrs, der bei den frischli Milchwerken das Team der Gebietsverkaufsleiter Verwender leitet. „Aber als verantwortungsbewusster Anbieter von hochwertigen Molkereiprodukten möchten wir unser Quäntchen dazu beitragen, um die Situation zu verbessern – nicht nur in Form von Produktlösungen, sondern auch mit konkreten Hilfestellungen für die Praxis.“ Ralf Böttcher, frischli-Gebietsverkaufsleiter Verwender NRW, ergänzt: „Je besser wir wissen, was Senioren brauchen und was sie sich wünschen, desto besser können wir unsere Partner in der Gemeinschaftsverpflegung unterstützen.“Die Veranstaltung fand im Alten- und Pflegeheim St. Anna statt, mit 150 Plätzen größtes Altenheim in Dorsten. Küchenleiter Andreas Nagel stellte die Räumlichkeiten zur Verfügung und lud die Teilnehmer im Anschluss an den Workshop ein, seine moderne Küche zu besichtigen. Von hier werden zwei Altenheime, zwei Cafés sowie 45 Schulen und Kindergärten mit insgesamt rund 2.000 Essen pro Tag versorgt.Lösungen für moderne SeniorenverpflegungFachlichen Input in die Thematik und Praxistipps lieferte Herbert Thill, Mitbegründer von Smoothfood und Experte für Seniorengastronomie. Er machte deutlich, dass Einrichtungen passierte oder pürierte Speisen nur nach Bedarf mit den notwendigen Nährstoffen anreichern sollten, um einen möglicherweise vorliegenden Mangel gezielt zu behandeln. Präparate wie Molkenprotein sollten seiner Empfehlung nach nicht immer eingesetzt werden, da die Eiweißqualität der Mahlzeiten auch durch die geschickte Kombination natürlicher Lebensmittel verbessert werden kann. Als Zwischen- oder Nachtmahlzeit bieten sich beispielsweise Milchprodukte wie Joghurt an. Kombiniert mit Haferflocken, Haferkleie und Früchten werden Milchprodukte zu einem vollwertigen Trinkmüsli-Frühstück, das auch bei Kau- oder Schluckbeschwerden gereicht werden kann. Neben dem Trinkmüsli, das die Teilnehmer der Expertenrunde verkosten konnten, hatte Moderator Thill Hirsebällchen als Fingerfood-Snack vorbereitet. Damit zeigt er, dass mit wenig Aufwand eine kreative Seniorenverpflegung möglich ist, die nicht nur eine eventuell vorliegende Mangelernährung berücksichtigt, sondern bei der auch der Genuss eine wesentliche Bedeutung hat. Gemeinsam wurden weitere Tipps für die Praxis gesammelt.„Ernährung 2018“ macht Brisanz deutlichDass aktuell viele stationäre Senioreneinrichtungen mit dem Thema Mangelernährung konfrontiert sind, zeigte auch der Kongress „Ernährung 2018“ in Kassel: Rund 25 Prozent der Patienten kommen mangelernährt ins Krankenhaus. Nicht zwangsläufig untergewichtig, sondern unzureichend mit Energie, Protein oder anderen Nährstoffen versorgt. Dieser Problematik muss sich der Care-Bereich insgesamt stellen, im Speziellen aber die Seniorenverpflegung. Aufgrund der geringeren Verzehrmenge bei gleichbleibendem Nährstoffbedarf sind ältere Menschen darauf angewiesen, Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte aufzunehmen, um eine mögliche Mangelernährung zu verhindern oder zu beheben. Hierfür bieten sich beispielsweise proteinreiche Speisen in Form hochwertiger Milchprodukte oder die Anreicherung mit Nährstoffkonzentraten an. Erschwert wird die ausreichende Nährstoffversorgung durch Kau- oder Schluckbeschwerden, die in dieser Personengruppe kein seltenes Phänomen sind – nicht immer aus organischen Gründen, sondern zum Teil aufgrund von schlecht sitzenden Zahnprothesen. Aber auch Demenz und Depressionen können Ursache für eine Mangelernährung sein.Die frischli Milchwerke haben die Expertenrunde als Plattform ins Leben gerufen, um Praktiker und Führungskräfte an einen Tisch zu bringen. In verschiedenen Regionen Deutschlands finden mehrmals pro Jahr Treffen statt, bei denen jeweils ein aktuelles Thema diskutiert und im Anschluss ein offener Austausch mit Kollegen ermöglicht wird.www.frischli.de

Anmelden


Sie haben noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!

Passwort vergessen?

Kostenlose Registrierung


Sie haben bereits einen Zugang? Zum Login!

Passwort vergessen