Messen & Events | 19.08.2026

Zehn Talente, ein Ziel

Zehn junge Kochtalente aus Deutschland und Österreich treten beim Vorentscheid der S.Pellegrino Young Chef Academy gegeneinander an / Foto S.Pellegrino

Am 27. Oktober zeigen junge Köche aus Deutschland und Österreich in Frankfurt, wie die Zukunft der Spitzengastronomie schmecken kann. Vor einer Jury mit insgesamt zehn Michelin-Sternen treten sie mit Gerichten an, die nicht nur handwerkliches Können zeigen, sondern auch ihre Herkunft, Haltung und kulinarische Vision auf den Teller bringen.

Wer überzeugt mit Handwerk, Kreativität und einer starken kulinarischen Vision? Aus zahlreichen Bewerbungen wurden zehn Talente für den Vorentscheid der Region Central Europe ausgewählt. Für sie geht es um den Einzug ins internationale Finale der S.Pellegrino Young Chef Academy.

Mehr als ein Kochwettbewerb

Die S.Pellegrino Young Chef Academy versteht sich als Plattform für eine neue Generation kulinarischer Persönlichkeiten. Sie bringt junge Köche mit renommierten Profis der Branche zusammen, fördert den Austausch und schafft Raum für neue Ideen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Gastronomie mit Kreativität, Verantwortung und Innovationskraft die Zukunft mitgestalten kann.

Bewertet wurden die Bewerbungen von Experten der ALMA, einem der weltweit führenden Ausbildungs- und Trainingszentren für italienische Küche. Entscheidend waren drei Kriterien: technisches Können, Kreativität und die persönliche Überzeugung, dass Essen einen positiven gesellschaftlichen Wandel anstoßen kann.

Zehn Michelin-Sterne am Jurorentisch

Über den Einzug ins internationale Finale entscheidet geballte Spitzenküchenkompetenz: Christian Bau (Victor’s Fine Dining), Andreas Krolik (Lafleur), Julia A. Leitner (CODA), Martin Stopp (ATAMA) und Nathalie Leblond (Les Deux). Die fünf Spitzenköche stehen für unterschiedliche kulinarische Perspektiven – von französisch-japanischer Küche über klassisches Fine Dining bis zur modernen Patisserie. Bewertet werden technisches Können, Kreativität und die persönliche Haltung, die hinter dem Signature Dish steht.

www.sanpellegrino.com


Diese zehn Talente treten im Vorentscheid an:

Nicolas Dekimpe: Sein „Nomadic Chef, The Taste of Becoming“ erzählt mit der Langustine als rotem Faden von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. „Ich glaube, dass die Zukunft der Küche eher in Klarheit als in Komplexität liegt.“

Nouri Abou Alchaar: Mit „Lamb Journey“ verbindet er seine persönliche Geschichte mit syrischen Aromen, japanischen Einflüssen und modernen Techniken. Das Gericht führt von den Erfahrungen des Krieges hin zu Hoffnung und Erneuerung.

Julia Weindl: In „Das Heukalb“ verarbeitet die Augsburgerin bewusst Kalbskopf und verbindet Heimatverbundenheit mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln. „Für mich besteht die Zukunft der Küche darin, den Lebensmitteln mit Respekt entgegenzutreten und alles zu verwenden.“

Kateryna Boniakevych: Ihr Signature Dish bringt ukrainische Traditionen mit dem wilden, erdigen Charakter deutscher Wälder zusammen. Damit erzählt sie von ihren Wurzeln, ihrem Leben in Deutschland und ihrer kulinarischen Zukunft.

Do Van Dong: „Pigeon, Plum & Vietnamese Memory“ schlägt eine Brücke zwischen vietnamesischer Küche und europäischer Spitzengastronomie. Klassische Techniken treffen dabei auf charakteristische vietnamesische Gewürze.

Catharina Feuchtmayr: Mit „Last Generation?“ interpretiert sie die traditionelle Wirtshausküche neu. Ihr Gericht steht für Handwerk, Heimat, Nachhaltigkeit und die Frage, wie kulinarische Traditionen weiterleben können.

Bernhard Hirschbeck: In „Venison, Apricot, Shiitake, Jerusalem Artichoke“ verbindet der Steirer saisonale Produkte aus Österreich mit französischen Techniken und asiatischen Akzenten. Im Mittelpunkt steht Wild als regionales und nachhaltiges Lebensmittel.

David Zavala: „Achiote in Motion“ zeigt, wie sich mexikanische Küche weiterentwickeln kann, ohne ihre Seele zu verlieren. Dafür setzt er auf Mais, Achiote und präzise aufeinander abgestimmte Saucen.

Theodosios Melidis: Sein „Choriatiki 8.0 meets Greek-Swabian Surf and Turf“ bringt griechische Aromen und schwäbische Präzision auf einen Teller. Das Gericht übersetzt Identität, Tradition und Erinnerung in eine zeitgemäße Form.

Joel Adolfo Poot Rosado: Mit „Dos Mundos, un Campo“ verbindet er seine kulinarischen Prägungen aus Deutschland und Mexiko. Weißer Spargel, Hoja Santa, Kürbiskerne, Mais und Senf schaffen ein gemeinsames kulinarisches Feld.

 


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