Steigende Kosten und wechselhaftes Wetter trübten das Sommergeschäft vieler touristischer Anbieter. Eine aktuelle Analyse des Finanztechnologie-Unternehmens SumUp zeigt, welche Regionen dennoch profitieren konnten – und wo die Erwartungen unerfüllt blieben.
Trotz Umsatzplus bleiben touristische Anbieter hinter den Erwartungen zurück. Unternehmen mit touristischen Angeboten – darunter Freizeit- und Outdooranbieter, Ausflugsziele sowie Erlebnisgastronomie – verzeichnen in den Monaten Juli und August häufig große Gewinne. Doch dieses Jahr fällt für die Händler der Einnahmenzuwachs von 31,9 Prozent gegenüber dem Frühsommer nur moderat aus. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Anzahl der Kartenzahlungen um 36,8 Prozent. Trotz dieser nominalen Steigerungen blieben die realen Erwartungen vieler Betriebe hinter den prognostizierten Zuwächsen zurück.
Alpen bleiben Spitzenreiter
Auch die deutsche Alpenregion profitiert zum zweiten Mal in Folge vom Inlandstourismus in der Ferienzeit. Händler und Gastronomen erzielten hier im Vergleich zur Vorsaison im Mai und Juni ein Umsatzplus von 31,8 Prozent. Im direkten Vergleich zum vorherigen Sommer 2024 zeigt sich allerdings, dass das Niveau nahezu konstant geblieben ist.
Küsten erfüllen die Erwartungen nicht
An Nord- und Ostsee fällt das Sommerfazit ebenfalls nur verhalten positiv aus: Die durchschnittlichen Einnahmen stiegen im Vergleich zur Vorsaison um 19,5 Prozent, die Zahl der Transaktionen legte um 21,6 Prozent zu. Die Erwartungen an die für die Region so wichtige Sommersaison wurden nicht erfüllt. Zwar zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr ein geringes Wachstum von durchschnittlich 8,7 Prozent. Doch die durch den Sommertourismus generierten Einnahmen reichen nicht aus, um die zahlreichen Preissteigerungen auszugleichen, denen die Branche ausgesetzt ist.
Harz mit schwachem Plus, Schwarzwald stagniert
In den Mittelgebirgsregionen ist das Bild etwas differenzierter: Der Harz verzeichnete lediglich ein leichtes Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Frühsommer, der Schwarzwald hingegen sogar einen leichten Rückgang von 0,9 Prozent.
Köln gewinnt Städteduell
Im städtischen Vergleich zeigt sich Köln als der große Gewinner der Saison. Die Händler in der Domstadt steigerten ihre Umsätze im Vergleich zum vorherigen Sommer 2024 um 30,7 Prozent – deutlich mehr als Hamburg (+14,1 Prozent) und Berlin (+11,8 Prozent). In München hingegen wirkte sich der späte Ferienbeginn negativ aus: Die Einnahmen gingen um 5,1 Prozent zurück, während die Zahl der Transaktionen nahezu stagnierte.
Die Herbstferien sind für Händler in Regionen wie zum Beispiel dem Harz oder auch dem Schwarzwald noch einmal eine gute Gelegenheit, um entgangene Einnahmen, bedingt durch einen schwachen Sommer, wieder hereinzuholen.
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