Im Zuge der Rentenreform steht der Minijob auf dem Prüfstand. Nach einem aktuellen Reformvorschlag soll der steuer- und sozialversicherungsrechtliche Sonderstatus entfallen. Künftig müssten Beschäftigte also Sozialversicherungsbeiträge zahlen – Ausnahmen wären nur noch für Schüler vorgesehen.
Für die Gastronomie hätte das weitreichende Folgen: Nach Angaben des DEHOGA arbeiten rund 1,1 Millionen Menschen – und damit etwa die Hälfte aller Beschäftigten in der Branche – auf Minijob-Basis. Hinzu kommt, dass die Branche durch unter anderem steigende Betriebskosten sowie den anhaltenden Fachkräftemangel ohnehin unter wirtschaftlichem Druck steht. Das zeigt auch das orderbird Gastrostimmungsbarometer 2025: Mehr als die Hälfte der befragten Gastronomen (52,5 Prozent) gibt an, vom Fachkräftemangel betroffen zu sein. Die Folgen reichen von einer Überlastung der bestehenden Teams (64 Prozent) über Umsatzverluste durch eingeschränkte Kapazitäten (52 Prozent) bis hin zu gebremsten Wachstumsmöglichkeiten (51,5 Prozent).
Wackelt die Gastronomie, wackelt ein zentraler Wirtschaftsmotor
Als einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und wichtiger Treiber für Gesellschaft, Tourismus und lokale Wertschöpfung hätte ein Einbruch in der Branche direkte Auswirkungen auf die Wirtschaft.
Dirk Schmidt, CEO von orderbird, sagt dazu: „ ,Minijobber’ sind für viele Gastronomiebetriebe unverzichtbar. Sie ermöglichen es, Stoßzeiten, Wochenenden und saisonale Spitzen überhaupt abzudecken. Fällt diese Beschäftigungsform weg, verschärft das den ohnehin bestehenden Personalmangel weiter – mit direkten Folgen für Öffnungszeiten, Servicequalität und letztlich die wirtschaftliche Stabilität vieler Betriebe.“
