Gastrotel Weekly | 07.05.2026

Meldefristen beachten

Motivfoto: pexels.com

BGN erinnert: Im Gastgewerbe gilt für versicherungspflichtige Beschäftigte eine Sofortmeldepflicht. Wer Fristen versäumt, riskiert den Verdacht auf Schwarzarbeit und mögliche finanzielle Folgen.

Arbeitgeber müssen neue Mitarbeiter innerhalb von sechs Wochen nach Arbeitsbeginn der Sozialversicherung melden. Für einige Branchen gilt jedoch eine Sofortmeldepflicht, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung wirksamer zu verhindern. Daran erinnert die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN).

So müssen Unternehmen des Gastgewerbes ihre versicherungspflichtigen Arbeitskräfte sofort anmelden. Die Regelungen für diese Branchen sind eindeutig: Wenn die Arbeit des neuen Kollegen um sechs Uhr am Morgen beginnt, muss die Meldung bis sechs Uhr erfolgt sein. Wenn nicht, wertet die BGN das als Indiz für Schwarzarbeit und nimmt den Arbeitgeber gegebenenfalls in Regress, ganz gleich, ob er das Versäumnis verschuldet hat oder nicht.

Diese Regelung besteht bereits seit einigen Jahren. Aus gutem Grund: Immer wieder hatten Unternehmer nach einem Unfall am Arbeitsplatz auch der BGN mitgeteilt, die Beschäftigung sei erst am Vortag oder am Tag des Unfalles aufgenommen worden und der Mitarbeiter würde innerhalb der erlaubten Frist von sechs Wochen nachgemeldet.

Wo wird gemeldet?

Pflicht- und freiwillig Versicherte werden bei einer gesetzlichen Krankenkasse angemeldet. Für geringfügig Beschäftigte ist die Minijobzentrale in Bochum zuständig.

Weitere Informationen

www.gesetze-im-internet.de/sgb_4

www.bgn.de


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