Verbände Aktuell | 22.04.2026

Kritik am Entlastungspaket

Guido Zöllick / Foto: DEHOGA

Der Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) äußert Kritik an der geplanten steuer- und abgabenfreien Entlastungsprämie und warnt vor zusätzlichen Belastungen für ohnehin stark unter Druck stehende Betriebe. Präsident Guido Zöllick fordert stattdessen nachhaltige strukturelle Reformen und eine enge Abstimmung mit der Wirtschaft.

Zur geplanten steuer- und abgabenfreien Entlastungsprämie erklärt Zöllick: „Deutschland steckt in einer tiefen Krise und politische Entscheidungen drohen, sie weiter zu verlängern. Statt gezielt zu entlasten, wird Verantwortung zunehmend auf die Unternehmen abgewälzt. Das vermeintliche Entlastungsversprechen von 1.000 Euro auf Kosten Dritter ist der falsche Weg. Solche Maßnahmen brauchen Abstimmung mit der Wirtschaft und keine Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg. Angesichts der angespannten Lage im Gastgewerbe ist absehbar, dass zahlreiche Unternehmen diese Prämie nicht leisten können. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Reale Umsätze weiterhin unter Vorkrisenniveau, gleichzeitig drastische Kostensteigerungen bei Personal, Energie und Lebensmitteln. Viele Betriebe arbeiten am Limit, Insolvenzen steigen deutlich an. Statt echter Entlastung wird von der Politik ein wesentlicher Teil der Verantwortung auf die Unternehmen verlagert. Das hilft weder den Betrieben noch den Beschäftigten. Klar ist: Einzelmaßnahmen reichen nicht. Was es jetzt braucht, sind spürbare Entlastungen und mutige strukturelle Reformen, die den Betrieben langfristig Luft zum Atmen verschaffen.“

www.dehoga-bundesverband.de


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