Aus ganz Bayern waren 60 Europa Miniköche, mit Teamleitern und Eltern am Sonntag, 26. Juli nach Schliersee gekommen, um ihren eigenen „Weltrekord im Knödeldrehen“ mit einem Weltmeister zu feiern. Schauplatz war das Markus Wasmeier Freilichtmuseum, ein Ort, der wie kaum ein anderer für bayerische Tradition, Handwerk und Höchstleistungen des Weltmeisters Markus Wasmeier steht.
Am 5. Juli 2025 schrieben 80 Europa Miniköche auf der Landesgartenschau in Furth im Wald Geschichte: Die Miniköche erzielten „mit 7.050 Knödeln den Weltrekord für die „meisten in zwei Stunden geformten Knödel“, wie es auf der offiziellen, nunmehr vorliegenden Urkunde des Rekord-Institut für Deutschland (RID) heißt.
Vom Weltmeister zu Weltmeistern
Um diesen Erfolg gebührend zu feiern, kamen die Miniköche in das neue Tagungshaus des Freilichtmuseums Schliersee. Zu den ersten Gratulanten zählte kein Geringerer als Skilegende Markus "Wasi" Wasmeier. Der zweifache Olympiasieger und Weltmeister empfing die jungen Weltrekordhalter persönlich und würdigte deren außergewöhnliche Teamleistung.
Sozusagen vom Weltmeister zu Weltmeistern beschrieb Wasmeier den Miniköchen seine Emotionen, als er als 31-Jähriger im Jahr 1994 im norwegischen Lillehammer gleich zweimal Olympia-Gold im Super-G und Riesenslalom holte. Als er dann auch noch seine Original-Medaillen von damals vorsichtig aus der Schatulle herausholte und Kinder und Eltern diese anfassen durften, war das Staunen und die Begeisterung groß. Auf die vielen Fragen der Minis antwortete Wasmeier geduldig. Er meinte zusammenfassend, dass man immer mal hinfallen kann, aber wieder aufstehen und an sich glauben müsse.
Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern, und damit Gesellschafterin der Europa Miniköche, trug mit ihren Zahlen weiter zum Staunen der Gäste bei. Die Europa Miniköche wurden vor 37 Jahren vom Hotelier Jürgen Mädger gegründet. Inzwischen sind sie auf 50 Gruppen und 1.000 Kinder in ganz Deutschland und Schottland gewachsen. In all den Jahren wurden rund 30.000 Kindern in 1.800.000 Unterrichtsstunden spielerisch die Freude am Kochen und eine gute Ernährung vermittelt.
„Ein Weltrekord entsteht nicht zufällig. Er ist das Ergebnis von Teamgeist, Konzentration, Begeisterung und einer gemeinsamen Vision. Genau diese Werte vermitteln die Europa Miniköche“, sagt Inselkammer. Susanne Droux, Geschäftsführerin der Europa Miniköche, fügt hinzu: „Unsere Kinder haben Großartiges geleistet und alle ihr Bestes gegeben. Das zeigt, dass Tradition, Handwerk und Gemeinschaft auch die junge Generation begeistern können.“
640 Kilogramm Knödelteig zu 7.050 Knödeln gedreht
Doch wie entstand die Idee zu diesem Weltrekord im Knödeldrehen und was braucht es dazu? Das wusste Manuela Heizler, Teamleiterin der Europa Miniköche Cham und Organisatorin des Weltrekords: „Wir mussten üben, Knödel zu drehen. Aber auch Vorbereitungen waren wichtig, wie die Knödelmasse von der Firma Burgis vorher in gleichgroße Portionen abzuwiegen. Das allein dauerte im Vorfeld fünf Stunden. Genauso wie ein umfangreicher Laufplan für den Weltrekordversuch auf der Bühne der Landesgartenschau. Denn wir brauchten Knödelmasse-Bringer und Knödelabholer und natürlich unsere Knödel-Dreher, die abwechseln drankamen. Der gesamte Prozess musste per Video lückenlos aufgezeichnet werden, ein Notar und Rechtsanwalt zählten die Knödel und dokumentierten die Zeit. Danach gingen die Knödel an die heimische Gastronomie und Haushalte, denn auch Nachhaltigkeit war eine wesentliche Bedingung für den Weltrekord.“
Im Anschluss an die Übergabe der Urkunde waren die jungen Weltrekordhalter und ihre Familien im Museumsdorf zum gemeinsamen Mittagessen, zu Führungen durch das historische Gelände sowie zahlreichen Mitmachstationen und zum Kinderkasperl-Theater eingeladen.
www.minikoeche.eu ; www.dehoga-bayern.de
