Gastrotel Weekly | 06.08.2026

Kalorienreduzierte Erfrischungsgetränke im Plus

Grafik: wafg

Der Konsum von Erfrischungsgetränken zeigte sich im Jahr 2025 leicht rückläufig. Auf Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Pro-Kopf-Verbrauch nach Berechnungen der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) bei 123,3 Litern (2024: 125,5 Liter, dies entspricht einem Rückgang um 1,8 Prozent). Der langfristige Trend zu kalorienreduzierten und kalorienfreien Erfrischungsgetränken setzte sich dagegen fort.

Kalorienreduzierte und -freie Erfrischungsgetränke (light) entwickelten sich im Jahr 2025 weiterhin positiv (20,2 Liter, 2024: 19,1 Liter beziehungsweise +5,8 Prozent zum Vorjahr); insbesondere Cola und Cola-Mischgetränke (light) konnten zulegen (14,7 Liter, 2024: 13,8 Liter bzw. +6,8 Prozent zum Vorjahr).

Die wafg hat aktuell berichtet, dass die Branche ihren versprochenen Beitrag zur Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie (NRI) der Bundesregierung deutlich übertroffen hat. „Das erfolgreiche Engagement der Branche bei der Zucker- beziehungsweise Kalorienreduktion wird nicht nur vom unabhängigen Monitoring zum wafg-Branchenbeitrag verdeutlicht. Auch die offiziell erhobenen Daten bestätigen diesen eindeutigen Trend zu kalorienreduzierten und kalorienfreien Varianten bei Erfrischungsgetränken“, betont wafg-Hauptgeschäftsführer Detlef Groß.

Gerade in dieser Ausgangslage sind die Pläne zur Einführung einer Zuckersteuer zum 1. Januar 2027 aus Sicht der wafg verfehlt und nicht nachvollziehbar. „Die Unternehmen haben bei der Kalorienreduktion ihr Wort gehalten und den versprochenen Beitrag geliefert – und dies deutlich über die mit der Bundesregierung vereinbarte Zielsetzung hinaus. Dennoch werden nunmehr massive Belastungen für die überwiegend mittelständisch geprägte Branche geplant“, verdeutlicht Groß. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Gesamtlage ist diese Entwicklung für die Unternehmen ein großes Risiko, für das jede Folgenabschätzung fehlt: „Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation brauchen die Unternehmen nun aber Verlässlichkeit und Planbarkeit statt zusätzlicher Steuerlasten und Bürokratieaufbau.“

Zum Hintergrund:

Die Berechnung zum Pro-Kopf-Verbrauch von Erfrischungsgetränken sowie Tafel- und Quellwässern beruht auf den Daten des Statistischen Bundesamtes und umfasst die Außenhandels- und Bevölkerungszahlen sowie die Gesamtproduktion für das Jahr 2025.

Die Daten zum Pro-Kopf-Verbrauch bei Mineral- und Heilwässern werden vom Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) erhoben. Der Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie (VdF) veröffentlicht die Daten zum Pro-Kopf-Verbrauch bei Fruchtsäften und -nektaren.

Weiterführende Informationen zum Branchenbeitrag der wafg zur Kalorien- und Zuckerreduktion finden Sie unter www.wafg.de/themen/branchen-initiativen/branchenbeitrag-kalorienreduktion.

www.wafg.de


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