Ideen & Konzepte | 01.10.2025

Erbprinz goes digital

Malte Stüber und Erbprinz-Patron Bernhard Zepf / Foto: Sabine Zoller

Im Hotel Erbprinz gehen Handwerk, Herzblut und digitale Innovation eine gelungene Verbindung ein. Jüngstes Beispiel ist der frisch ausgelernte Nachwuchsgastronom und Jungsommelier Malte Stüber, der für die hauseigene Weinstube Sibylla eine digitale Weinkarte entwickelt hat.Von Sabine Zoller

Seit dem 1. September können Gäste mit dem Tablet des Hauses oder ihrem eigenen Smartphone interaktiv den passenden Wein zu ihrem Menü finden.  Die dreisprachige App (Deutsch, Englisch, Französisch) findet besonders bei internationalen Gästen aus den USA und den Niederlanden sowie bei jüngeren, technikaffinen Besuchern großen Anklang.

„Ich möchte, dass auch Gäste mit wenig Vorkenntnissen beim Thema Wein in den Genuss kommen, den perfekten Wein zum gewählten Menü zu finden“, erklärt Stüber, der Ende des Jahres seine IHK-Prüfung zum Sommelier ablegen wird. Die App führt die Gäste Schritt für Schritt durch eine digitale Navigation: Zunächst geben sie an, wie gut sie sich mit Wein auskennen und anschließend wählen sie eines der Gerichte aus der aktuellen Speisekarte. Auf Basis von verschiedenen Parametern bietet dann die App die passende Weinempfehlung. 

„Wir wollen damit insbesondere die Gäste ansprechen, die jetzt vielleicht nicht mit viel Weinwissen zu uns kommen, die vielleicht nicht viel Vorkenntnisse haben und die üblicherweise auch keinen Wein trinken, sondern vielleicht ein Bier oder ein anderes Getränk bevorzugen. Mit dieser App wollen wir unseren Gästen einen Neueinstieg in den Wein verschaffen.“

Für echte Weinliebhaber und -kenner bietet die digitale Karte eine weitere Variante, denn diese haben die Möglichkeit, ganz gezielt nach den eigenen Vorlieben zu filtern. Das heißt von Land und Region über Rebsorte bis hin zum bevorzugten Weingut. So können Kenner ihre persönliche Auswahl zusammenstellen und gezielt ihren Lieblingswein entdecken.

„Ich kann mir ganz in Ruhe die Zeit nehmen, zu schauen, was die App empfiehlt, und mich durchklicken, was es sonst noch gibt“, betont Stüber. Damit richtet sich das Programm auch an die Gäste, die eine moderne, digitale Lösung bevorzugen, anstatt sich eine persönliche Empfehlung geben zu lassen. „Wir hoffen, damit eine neue Zielgruppe zu erreichen“, so Stüber.

342 Weine digitalisiert 

Die Idee entstand, als Stüber im vergangenen Jahr den Weinkeller des Erbprinz überprüfte. „Die Informationen auf der Weinkarte mussten aktualisiert werden. Also habe ich die Jahrgänge überprüft, fehlende Positionen ergänzt und veraltete Einträge korrigiert.“ In ruhigen Momenten an der Rezeption erfasste er alle 342 Weine in einer Excel-Tabelle, sortiert nach der Reihenfolge der klassischen Printkarte, beginnend mit Champagner, gefolgt von deutschen und internationalen Weißweinen.

Aus dieser Datenbasis entwickelte er zusammen mit dem Ludwigsburger Web Entwickler Philipp Kitzberger sein ausgeklügeltes App-System: Jeder Wein wurde mit Werten für Säure, Gerbstoff, Süße und Stilrichtung versehen. Auch die Speisen der Weinstube bekamen digitale Wertnoten, die nun die Grundlage für passgenaue ‚Matching-Profile‘ bilden. „Wenn ein Gast beispielsweise Confierter Saibling bestellt, schlägt die App frische, aromatische Weißweine vor, die perfekt zu diesem Gericht passen“, so Stüber. Mit 342 Positionen auf der Karte ist es selbst für erfahrene Servicekräfte eine Herausforderung, jederzeit den passenden Wein zu empfehlen. „Das Ziel ist, für jeden Gast die optimale Weinempfehlung zu finden, unabhängig davon, wer am Tisch berät“, erklärt Stüber. Die App dient daher nicht nur den Gästen, sondern auch dem Serviceteam und den Auszubildenden als wertvolle Unterstützung. 

Großes Lob vom Mentor

„Ich habe Malte Stüber schon immer gesagt: Wenn er so weitermacht, dann sitzt er eines Tages auf einem Stuhl wie dem meinen. Genau aus diesem Holz sind Menschen wie er geschnitzt, ehrgeizig, fleißig, physisch wie psychisch absolut auf Top-Niveau.“ Hocherfreut über die innovative Neuerung betont Zepf: „Seine Leistungsbereitschaft geht weit über das hinaus, was normalerweise gefordert wird. Malte Stüber gehört zu dieser Sorte, von der man sagen kann: Das sind die Pferde, die man einspannt, weil es die besten sind.“ Mit der digitalen Weinkarte zeigt der Erbprinz, wie sich Tradition und Innovation auf höchstem Niveau verbinden lassen und wie aus engagierten Nachwuchstalenten echte Zukunftsmacher werden.

www.erbprinz.de


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Ideen & Konzepte Erbprinz goes digital Im Hotel Erbprinz gehen Handwerk, Herzblut und digitale Innovation eine gelungene Verbindung ein. Jüngstes Beispiel ist der frisch ausgelernte Nachwuchsgastronom und Jungsommelier Malte Stüber, der für die hauseigene Weinstube Sibylla eine digitale Weinkarte entwickelt hat.Von Sabine ZollerSeit dem 1. September können Gäste mit dem Tablet des Hauses oder ihrem eigenen Smartphone interaktiv den passenden Wein zu ihrem Menü finden.  Die dreisprachige App (Deutsch, Englisch, Französisch) findet besonders bei internationalen Gästen aus den USA und den Niederlanden sowie bei jüngeren, technikaffinen Besuchern großen Anklang.„Ich möchte, dass auch Gäste mit wenig Vorkenntnissen beim Thema Wein in den Genuss kommen, den perfekten Wein zum gewählten Menü zu finden“, erklärt Stüber, der Ende des Jahres seine IHK-Prüfung zum Sommelier ablegen wird. Die App führt die Gäste Schritt für Schritt durch eine digitale Navigation: Zunächst geben sie an, wie gut sie sich mit Wein auskennen und anschließend wählen sie eines der Gerichte aus der aktuellen Speisekarte. Auf Basis von verschiedenen Parametern bietet dann die App die passende Weinempfehlung. „Wir wollen damit insbesondere die Gäste ansprechen, die jetzt vielleicht nicht mit viel Weinwissen zu uns kommen, die vielleicht nicht viel Vorkenntnisse haben und die üblicherweise auch keinen Wein trinken, sondern vielleicht ein Bier oder ein anderes Getränk bevorzugen. Mit dieser App wollen wir unseren Gästen einen Neueinstieg in den Wein verschaffen.“Für echte Weinliebhaber und -kenner bietet die digitale Karte eine weitere Variante, denn diese haben die Möglichkeit, ganz gezielt nach den eigenen Vorlieben zu filtern. Das heißt von Land und Region über Rebsorte bis hin zum bevorzugten Weingut. So können Kenner ihre persönliche Auswahl zusammenstellen und gezielt ihren Lieblingswein entdecken.„Ich kann mir ganz in Ruhe die Zeit nehmen, zu schauen, was die App empfiehlt, und mich durchklicken, was es sonst noch gibt“, betont Stüber. Damit richtet sich das Programm auch an die Gäste, die eine moderne, digitale Lösung bevorzugen, anstatt sich eine persönliche Empfehlung geben zu lassen. „Wir hoffen, damit eine neue Zielgruppe zu erreichen“, so Stüber.342 Weine digitalisiert Die Idee entstand, als Stüber im vergangenen Jahr den Weinkeller des Erbprinz überprüfte. „Die Informationen auf der Weinkarte mussten aktualisiert werden. Also habe ich die Jahrgänge überprüft, fehlende Positionen ergänzt und veraltete Einträge korrigiert.“ In ruhigen Momenten an der Rezeption erfasste er alle 342 Weine in einer Excel-Tabelle, sortiert nach der Reihenfolge der klassischen Printkarte, beginnend mit Champagner, gefolgt von deutschen und internationalen Weißweinen.Aus dieser Datenbasis entwickelte er zusammen mit dem Ludwigsburger Web Entwickler Philipp Kitzberger sein ausgeklügeltes App-System: Jeder Wein wurde mit Werten für Säure, Gerbstoff, Süße und Stilrichtung versehen. Auch die Speisen der Weinstube bekamen digitale Wertnoten, die nun die Grundlage für passgenaue ‚Matching-Profile‘ bilden. „Wenn ein Gast beispielsweise Confierter Saibling bestellt, schlägt die App frische, aromatische Weißweine vor, die perfekt zu diesem Gericht passen“, so Stüber. Mit 342 Positionen auf der Karte ist es selbst für erfahrene Servicekräfte eine Herausforderung, jederzeit den passenden Wein zu empfehlen. „Das Ziel ist, für jeden Gast die optimale Weinempfehlung zu finden, unabhängig davon, wer am Tisch berät“, erklärt Stüber. Die App dient daher nicht nur den Gästen, sondern auch dem Serviceteam und den Auszubildenden als wertvolle Unterstützung. Großes Lob vom Mentor„Ich habe Malte Stüber schon immer gesagt: Wenn er so weitermacht, dann sitzt er eines Tages auf einem Stuhl wie dem meinen. Genau aus diesem Holz sind Menschen wie er geschnitzt, ehrgeizig, fleißig, physisch wie psychisch absolut auf Top-Niveau.“ Hocherfreut über die innovative Neuerung betont Zepf: „Seine Leistungsbereitschaft geht weit über das hinaus, was normalerweise gefordert wird. Malte Stüber gehört zu dieser Sorte, von der man sagen kann: Das sind die Pferde, die man einspannt, weil es die besten sind.“ Mit der digitalen Weinkarte zeigt der Erbprinz, wie sich Tradition und Innovation auf höchstem Niveau verbinden lassen und wie aus engagierten Nachwuchstalenten echte Zukunftsmacher werden.www.erbprinz.de

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