Die Beratungen für den Bundeshaushalt 2026 stehen bevor und die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) wird diese im Rahmen einer bundesweiten Informationsoffensive intensiv begleiten. Mit Daten, Fakten und Argumenten will der branchenübergreifende Thinktank noch einmal für den reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Speisen sowie die versprochene Absenkung der Luftverkehrs- und Stromsteuer werben.
Ziel sei es, die politische Entscheidung in den kommenden Monaten mit belastbaren Argumenten zu begleiten. Denn die Diskussion sei aktuell stark von Emotionen und Stimmungsmache geprägt, während die eigentliche Relevanz der Gastwelt (Tourismus, Hospitality, Foodservice & Freizeit) für Deutschland dabei untergehe. Die Zahlen und Informationen sollen Politik und Öffentlichkeit helfen, die Situation besser einzuschätzen und Entscheidungen inhaltlich zu stützen.
„Wir liefern den politischen Akteuren in Berlin noch einmal zusammengefasst die Zahlen und Argumente, mit denen sie die sieben Prozent, aber auch weitere Maßnahmen wie die im Koalitionsvertrag vereinbarte Reduzierung der Stromsteuer für alle Unternehmen oder die Absenkung der Luftverkehrssteuer sachlich und selbstbewusst vertreten können – nicht nur in der Abstimmung zum Bundeshaushalt 2026, sondern auch danach“, sagt DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge. „Wir müssen nicht unnötig dramatisieren – aber wir müssen die Lage unserer 250.000 Gastwelt-Betriebe realistisch und besser erklären.“
Die DZG betont, dass es bei den sieben Prozent auf Speisen nicht – wie oft kolportiert – um ein Steuergeschenk handele, sondern um die wirtschaftliche Zukunftssicherung eines zentralen Wirtschaftsökosystems mit hohem sozialem Wert: Mit 6,1 Millionen Erwerbstätigen und 483,7 Milliarden Euro Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 sowie einer flächendeckenden Präsenz in allen 11.000 Kommunen Deutschlands ist die Gastwelt ein zentraler Stabilitätsanker für Wirtschaft, Regionen und Gesellschaft. Die betrieblichen Herausforderungen seien gleichzeitig so vielfältig wie noch nie: Hohe Kosten, fehlendes Personal, bürokratische Hürden – und eine massive Nachfolgewelle. Genau hier müsse Politik mit Verlässlichkeit und Planungssicherheit ansetzen.
„Treffpunkt, Arbeitgeber, Anker – diese drei Begriffe bringen auf den Punkt, was die Gastwelt für unser Land leistet“, so Homeira Amiri, Aufsichtsratsvorsitzende der DZG. „Es geht um soziale Infrastruktur, sechs Millionen Jobs und regionale Stabilität. Gemeinsam bilden diese Faktoren das Rückgrat unseres Standorts. Dafür braucht es gute politische Entscheidungen, die sich auf Fakten stützen – und kein Hin und Her auf Zuruf und erst recht keine undifferenzierte Stimmungsmache“, so die Hamburger Unternehmerin.
Mit der neuen Kampagne „Treffpunkt. Arbeitgeber. Anker.“ mache die Denkfabrik diese enorme Systemrelevanz erneut sichtbar – unter anderem mit einer Reihe von Stimmen aus Gastronomie, Tourismus und Hotellerie, die authentisch aus der Praxis heraus erklären, warum es die Entlastung benötigt. Amiri: „Unsere Informationsoffensive zum Bundeshaushalt 2026 soll nicht emotional aufladen, sondern politische Entscheidungsträger gezielt unterstützen. Denn: Gute Entscheidungen verdienen gute Erklärungen. Hierfür liefert die DZG jetzt die Fakten und wir hoffen, dass diese in Berlin auf fruchtbaren Boden fallen.“
