Branchennews | 27.05.2026

Drängen zur schnelleren Arbeitszeitreform

DZG-Vorstandschef Dr. Marcel Klinge / Foto: DZG

Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) fordert die Bundesregierung und Koalitionsfraktionen auf, die geplante Flexibilisierung der Wochenarbeitszeit deutlich zu beschleunigen. Nach aktuellen Planungen soll die Reform offenbar frühestens zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Aus Sicht der Denkfabrik ist dies angesichts der wirtschaftlichen Lage vieler Betriebe deutlich zu spät. DZG-Vorstandschef Dr. Marcel Klinge schlägt daher eine beschleunigte Umsetzung noch vor Beginn der Sommersaison 2026 vor.

„Die Unternehmen der Gastwelt, bestehend aus Tourismus, Hospitality, Foodservice und Freizeitwirtschaft, stehen unter massivem Druck durch steigende Kosten, Fachkräftemangel und volatile Nachfrage. Sie brauchen jetzt mehr Flexibilität – nicht erst im kommenden Jahr. Jeder Monat zählt“, sagt DZG-Vorstandschef Dr. Marcel Klinge. „Dass eine im Koalitionsvertrag vereinbarte, in der Nationalen Tourismusstrategie noch einmal bekräftigte und für den Bundeshaushalt kostenneutrale Maßnahme so lange auf sich warten lässt, ist schwer nachzuvollziehen.“

Arbeitszeitreform darf nicht warten

Die Flexibilisierung der Wochenarbeitszeit nach EU-Recht gilt als eine der zentralen Stellschrauben, um Personal effizienter einzusetzen und besser auf Nachfrageschwankungen reagieren zu können – gerade in einem Wirtschaftsbereich wie der Gastwelt, der stark von Tageszeiten, Wochentagen und Saisonverläufen geprägt ist. Aus Sicht der Denkfabrik ist die Reform zudem ein Beispiel dafür, wie vergleichsweise einfache Maßnahmen mit hoher Wirkung unnötig verzögert werden. „Wenn es der Bundesregierung nicht gelingt, ein solch ‚kleines‘ Vorhaben zeitnah umzusetzen, ist das kein gutes Signal für deutlich komplexere Reformvorhaben, die unser Land ebenfalls dringend braucht. Das sollte jedenfalls nicht das neue Deutschland-Tempo sein“, so Klinge.

Die DZG schlägt daher vor, jetzt in einer konzertierten Aktion den Gesetzgebungs-Turbo zu starten oder nach Prüfung kurzfristig etwa eine Erprobungsphase für die neue Arbeitszeitregelung zu starten, um bereits zum Beginn der Sommersaison konkrete Entlastungen für die Betriebe zu ermöglichen. „Die Hauptsaison der Gastwelt beginnt spätestens am 1. Juli. Das sollte der politische Taktgeber sein“, betont der ehemalige Bundestagsabgeordnete.

Leistungsfähigkeit der Gastwelt sichern

Die Denkfabrik sieht in der Flexibilisierung der Arbeitszeit eine zentrale Voraussetzung, um die Leistungsfähigkeit der Gastwelt zu sichern und den Personaleinsatz besser an die tatsächlichen Anforderungen anzupassen. „Wir brauchen jetzt mehr Tempo und mehr Pragmatismus“, so Klinge. Gerade in einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit dürfe Politik nicht auf Zeit spielen, sondern müsse Handlungsfähigkeit zeigen, um wieder mehr Vertrauen in der Bevölkerung und Wirtschaft zu gewinnen.

www.dzg.de


Hintergrund: Gastwelt

Die Gastwelt ist ein vom Fraunhofer IAO und der Denkfabrik im Jahr 2022 neu konzipierter Dienstleistungssektor, der Gastlichkeit und Lebensqualität als gemeinsames Serviceprodukt in den Mittelpunkt stellt. Die Gastwelt ist mit knapp 500 Milliarden Euro Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft und mit 6,1 Millionen Mitarbeitenden der drittgrößte Arbeitgeber Deutschlands. Sie setzt sich aus den Gastwelt-Sektoren Beherbergung, Gastronomie, Foodservice, Tourismus und Freizeitwirtschaft zusammen und prägt damit den Alltag von Millionen Menschen. Als Arbeitgeber, Standortfaktor und Innovationsmotor trägt die Gastwelt maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität bei und schafft als #HerzUnsererGesellschaft Orte der Begegnung und des sozialen Miteinanders. Ihre enge Verzahnung mit Handel, Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur macht sie zu einer unverzichtbaren Querschnittsbranche mit Millionen Arbeitsplätzen und hoher Standorttreue.


Beiträge, die Sie auch interessieren könnten

Branchennews Drängen zur schnelleren Arbeitszeitreform Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) fordert die Bundesregierung und Koalitionsfraktionen auf, die geplante Flexibilisierung der Wochenarbeitszeit deutlich zu beschleunigen. Nach aktuellen Planungen soll die Reform offenbar frühestens zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Aus Sicht der Denkfabrik ist dies angesichts der wirtschaftlichen Lage vieler Betriebe deutlich zu spät. DZG-Vorstandschef Dr. Marcel Klinge schlägt daher eine beschleunigte Umsetzung noch vor Beginn der Sommersaison 2026 vor.„Die Unternehmen der Gastwelt, bestehend aus Tourismus, Hospitality, Foodservice und Freizeitwirtschaft, stehen unter massivem Druck durch steigende Kosten, Fachkräftemangel und volatile Nachfrage. Sie brauchen jetzt mehr Flexibilität – nicht erst im kommenden Jahr. Jeder Monat zählt“, sagt DZG-Vorstandschef Dr. Marcel Klinge. „Dass eine im Koalitionsvertrag vereinbarte, in der Nationalen Tourismusstrategie noch einmal bekräftigte und für den Bundeshaushalt kostenneutrale Maßnahme so lange auf sich warten lässt, ist schwer nachzuvollziehen.“Arbeitszeitreform darf nicht wartenDie Flexibilisierung der Wochenarbeitszeit nach EU-Recht gilt als eine der zentralen Stellschrauben, um Personal effizienter einzusetzen und besser auf Nachfrageschwankungen reagieren zu können – gerade in einem Wirtschaftsbereich wie der Gastwelt, der stark von Tageszeiten, Wochentagen und Saisonverläufen geprägt ist. Aus Sicht der Denkfabrik ist die Reform zudem ein Beispiel dafür, wie vergleichsweise einfache Maßnahmen mit hoher Wirkung unnötig verzögert werden. „Wenn es der Bundesregierung nicht gelingt, ein solch ‚kleines‘ Vorhaben zeitnah umzusetzen, ist das kein gutes Signal für deutlich komplexere Reformvorhaben, die unser Land ebenfalls dringend braucht. Das sollte jedenfalls nicht das neue Deutschland-Tempo sein“, so Klinge.Die DZG schlägt daher vor, jetzt in einer konzertierten Aktion den Gesetzgebungs-Turbo zu starten oder nach Prüfung kurzfristig etwa eine Erprobungsphase für die neue Arbeitszeitregelung zu starten, um bereits zum Beginn der Sommersaison konkrete Entlastungen für die Betriebe zu ermöglichen. „Die Hauptsaison der Gastwelt beginnt spätestens am 1. Juli. Das sollte der politische Taktgeber sein“, betont der ehemalige Bundestagsabgeordnete.Leistungsfähigkeit der Gastwelt sichernDie Denkfabrik sieht in der Flexibilisierung der Arbeitszeit eine zentrale Voraussetzung, um die Leistungsfähigkeit der Gastwelt zu sichern und den Personaleinsatz besser an die tatsächlichen Anforderungen anzupassen. „Wir brauchen jetzt mehr Tempo und mehr Pragmatismus“, so Klinge. Gerade in einer Phase wirtschaftlicher Unsicherheit dürfe Politik nicht auf Zeit spielen, sondern müsse Handlungsfähigkeit zeigen, um wieder mehr Vertrauen in der Bevölkerung und Wirtschaft zu gewinnen.www.dzg.deHintergrund: GastweltDie Gastwelt ist ein vom Fraunhofer IAO und der Denkfabrik im Jahr 2022 neu konzipierter Dienstleistungssektor, der Gastlichkeit und Lebensqualität als gemeinsames Serviceprodukt in den Mittelpunkt stellt. Die Gastwelt ist mit knapp 500 Milliarden Euro Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft und mit 6,1 Millionen Mitarbeitenden der drittgrößte Arbeitgeber Deutschlands. Sie setzt sich aus den Gastwelt-Sektoren Beherbergung, Gastronomie, Foodservice, Tourismus und Freizeitwirtschaft zusammen und prägt damit den Alltag von Millionen Menschen. Als Arbeitgeber, Standortfaktor und Innovationsmotor trägt die Gastwelt maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität bei und schafft als #HerzUnsererGesellschaft Orte der Begegnung und des sozialen Miteinanders. Ihre enge Verzahnung mit Handel, Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur macht sie zu einer unverzichtbaren Querschnittsbranche mit Millionen Arbeitsplätzen und hoher Standorttreue.

Anmelden


Sie haben noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!

Passwort vergessen?

Kostenlose Registrierung


Sie haben bereits einen Zugang? Zum Login!

Passwort vergessen


Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Dies können Sie in Ihren Browsereinstellungen ändern. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.