Die Tuttofood 2026 endete mit Rekordzahlen: An vier Messetagen wurden 123.000 Besucher gezählt, darunter 27.000 internationale Gäste, was einem Anstieg von 30 Prozent gegenüber der Messe im Jahr 2025 entspricht.
Die Teilnahme einer solch großen Zahl von Fachbesucher – darunter Vertreter aus Industrie, Handel, Gastronomie, Import und Einkauf – zeigt, dass die Messe, die zum zweiten Mal von Fiere di Parma organisiert wurde, in der Lage ist, die weltweite Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln in Handelsbeziehungen sowie Marktzugang und Geschäftsentwicklung umzusetzen. Gleichzeitig wird damit die wachsende Bedeutung der Messe als wichtige internationale Wirtschaftsplattform für den Lebensmittel- und Getränkesektor bestätigt.
Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer strategischen Partnerschaft zwischen Fiere di Parma und Fiera Milano, die international von der Koelnmesse unterstützt wird, dem Veranstalter der weltweit größten Lebensmittelmesse Anuga in Köln. Die Tuttofood 2026 erstreckte sich über 10 Pavillons mit insgesamt 82.000 Quadratmetern vollständig ausgebuchter Ausstellungsfläche (+15 Prozent), präsentierte 5.000 Marken (+20 Prozent, davon etwa 30 Prozent aus dem Ausland) und begrüßte 4.000 internationale Top-Einkäufer.
Deutschland verzeichnete in diesem Jahr 24 ausstellende Unternehmen, was das wachsende Interesse und Engagement der deutschen Wirtschaft an der Veranstaltung unterstreicht.
Antonio Cellie, CEO von Fiere di Parma, kommentierte: „Die Zahlen und das durchweg positive Feedback von Aussteller, Einkäufer, Besucher und Stammbesucher traditionsreicher internationaler Lebensmittelmessen bestätigen: Es ist uns gelungen, eine Lücke zu schließen, die überraschenderweise noch vorhanden war und haben damit eine völlig neue internationale Veranstaltung für den Agrar- und Lebensmittelsektor geschaffen. Diese Veranstaltung spiegelt das italienische Know-how in der Messegestaltung voll und ganz wider und bietet Ausstellern aus aller Welt eine Plattform, um innerhalb eines vollständig vernetzten Business-Ökosystems mit internationalen Märkten in Kontakt zu treten.“
„Messen sind heute nicht mehr nur Produktausstellungen“, fügte Cellie hinzu. „Sie sind Geschäftsknotenpunkte, an denen Unternehmen die internationale Nachfrage einschätzen, Märkte erschließen, Geschäftsbeziehungen aufbauen und Geschäftsmöglichkeiten in messbare wirtschaftliche Resultate umsetzen können. Der Anstieg der Besucherzahlen zeigt, dass Unternehmen und Veranstalter nach geeigneten Veranstaltungsorten suchen, um sich auf einem globalen Markt zurechtzufinden, der zunehmend fragmentiert, selektiv und wettbewerbsintensiv ist.“
Das Besucherwachstum ist vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen, Zöllen, des Drucks durch steigende Energiekosten, der Schwankungen bei den Rohstoffpreisen und der Umstrukturierung globaler Lieferketten besonders bemerkenswert.
Einkäufer aus den USA, Lateinamerika, Asien, der Golfregion und europäischen Ländern wie Frankreich schätzen das hohe Ansehen von „Made in Italy“ aufgrund der unverkennbaren Qualität der Rohstoffe, der Authentizität, der Zuverlässigkeit der Produktion, des einzigartigen Angebots sowie des gastronomischen und kulturellen Wertes. So hob ein europäischer Einkäufer hervor, dass sich etwa 70 Prozent seines Restaurantgeschäfts um italienische Produkte drehen, woraus hervorgeht, dass die italienische Küche zu einem festen Bestandteil des internationalen Gastronomieangebots geworden ist. Wichtige italienische Produktkategorien wie Olivenöl, Balsamico-Essig, Mehl, Pasta, Gebäck und Schokolade gelten in vielen Märkten als unersetzlich. Für Unternehmen wie Cencosud (Lateinamerika) und City Super Group (Hongkong) stellt Italien beispielsweise den wichtigsten europäischen Beschaffungsmarkt für Lebensmittel dar.
Interessant ist, dass die italienische Küche nicht nur als klassisch oder traditionell wahrgenommen wird, sondern auch als innovativ, experimentierfreudig und in der Lage, neue kulinarische Kreationen zu entwickeln und Trends zu antizipieren.
Zum Thema Innovation sagte Ben Costantini von Sesamers, einem französischen Unternehmen, das Start-ups aus sieben Ländern zur Messe mitbrachte und sich auf Softwareplattformen, funktionelle Getränke, Feinkostsaucen und Produktionsmaschinen spezialisiert hat: „Die Tuttofood ist nicht nur ein Ort, an dem man die Produkte von heute verkauft; hier findet die nächste Generation von Lebensmittelinnovatoren ihren Markt.“
Zum Abschluss sammelte Banco Alimentare Lombardia rund 25 Tonnen Lebensmittel von über 600 Unternehmen, die großzügig ihre Produktionsüberschüsse spendeten, und verteilte diese an mehr als 1.000 lokale Partnerorganisationen (Kantinen, Notunterkünfte, Wohnheime usw.), wovon über 200.000 bedürftige Menschen profitierten.
